Schlagworte Musik

Date: 10. Oktober 2006
Cate: Code

Musikverlage versus Musikinteressierte

Wie man durch zuviel Engagement, Notentausch, Guitarrentabs und Songtexte zum Feind der Musikindustrie wird
Die Musikindustrie macht weiter auf sich aufmerksam. Allerdings weniger durch hörenswerte musikalische Produktionen, sondern durch ein aggressives Vorgehen gegen nahezu jede denkbare Form von Urheberrechtsverstößen oder solchen, die dafür gehalten werden. Parallel zum Vorgehen gegen Filesharing über sog. Tauschbörsen und deren Nutzern wird seit geraumer Zeit gegen Songtextarchive ebenso vorgegangen wie jetzt auch gegen Notentausch und gegen Diskussionsforen von Musikern, in denen Noten oder Tabs ausgetauscht werden. [...]
Urheberrechtlich mag die Musikindustrie weitgehend das geltende Recht auf ihrer Seite haben, bei den Nutzern und bei den Musikern verliert sie zusehends an Boden, was auch eine Chance für Independents sein könnte. Immer mehr Bands vermarkten sich im Netz selbst und suchen die Unabhängigkeit. Viele Musiker suchen nicht den großen Profit, sondern den Spaß an der Musik, der immer mehr auf der Strecke bleibt. Manchmal kann es klüger sein, möglicherweise bestehende Rechtsansprüche nicht geltend zu machen, insbesondere wenn die “politischen Kosten” höher sein könnten als der zu erwartende Grenznutzen.
Quelle: Telepolis, Musikverlage versus Musikinteressierte, 10.10.2006

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Date: 07. Juni 2006
Cate: Code

Canadian Music Creators Coalition

Die Canadian Music Creators Coalition (CMCC) ist der Meinung, dass nicht Plattenfirmen, sondern die Künstler selbst ihre Interessen vertreten sollen. Denn sie sagen über sich selbst:

We are a growing coalition of Canadian music creators who share the common goal of having our voices heard about the laws and policies that affect our livelihoods. We are the people who actually create Canadian music. Without us, there would be no music for copyright laws to protect.

Die CMCC hat drei Grundsätze:
1. Künstler wollen ihre Fans nicht verklagen. Die Musikfirmen verklagen wider den Willen der Künstler Fans.
2. Digitale Sperrvorrichtungen sind riskant und kontraproduktiv. Die Musiker der CMCC wollen keine Schutzverfahren (DRM) unterstützen, die nur den Labels die Kontrolle über Vertrieb und Gebrauch der Musik verschaffen. Sie wollen auch keine Gesetze, die das Umgehen solcher Verfahren bestraft. Den Konsumenten soll es möglich sein, gekaufte Software in andere Formate umzuwandeln, ohne dass sie doppelt hierfür bezahlen müssen.
3. CMCC fordert, dass die kanadische Kulturpolitik kanadische Künstler unterstützt.

Mehr Infos über CMCC auf musiccreators.ca

Deutsche Musiker stellen ähnliche Forderungen: Respect The Music Copy Protection Free